Trialog

Menschen mit psychischer Erkrankung, Angehörige und Gesundheits­experten im 3er-Gespräch

Der Trialog ist ein moderiertes Gesprächs­format für Menschen mit psychischer Erkrankung und deren Angehörige. In einer gleich­berechtigten Dreier­konstellation wird das gegenseitige Verständnis gefördert, Kommu­nikation geübt und ein konstruk­tiver Umgang mit psychischen Belastungen im Alltag entwickelt.

Der Trialog ist eines Initiative unseres Sozial­psycha­trischen Zentrums (SPZ) in Wermels­kirchen, das Angebote für Menschen mit psychischen Beein­trächti­gungen bündelt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Sozial­gesetz­gebung in Kooperation mit dem Land­schafts­verband Rheinland (LVR) sowie zuständigen Jugend- oder Sozial­ämtern und Kranken­kassen.

Für wen sind wir da?

Der Trialog ist ein Gesprächs­format für Betroffene von psychischen Erkrankungen und deren Angehörige, z. B. Eltern oder Lebens­gefährt*innen. Es wird moderiert von einer fachlichen Gesprächs­leitung, die sich nach persönlicher Krisen­erfahrung als Genesungs­begleitung qualifiziert hat und eigene Erfahrungen und Perspektiven beiträgt. Diese Dreier­konstellation ermöglicht einen konstruk­tiven Austausch und bietet Inspiration und Strategien zur Bewältigung alltäglicher Heraus­for­derungen.

Was wir erreichen wollen:

Eine psychische Erkrankung bedeutet nicht nur für den ­direkt betroffenen Menschen eine Belastung. Auch Angehörige sind in die Ausprägungen eingebunden und stehen oft in direkter Wechsel­wirkung mit dem Krank­heitsbild. Das kann leicht zu ungünstiger Kommu­nikation, zu Schuldfragen oder Resignation führen. Ziel des Trialoges ist es, im moderierten Gespräch eine Plattform zu schaffen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen.

Wo können wir helfen?

Der Trialog ist eine geeignete Methode, im offenen Dreier­gespräch typische Situationen bewusst zu machen, auszu­leuchten und Strategien zu entwickeln, die positiven Einfuss auf die psy­cho­soziale Gesundheit nehmen.

  • Sie leben mit einer psychischen Erkrankung, die Auswirkungen auf Ihr Umfeld hat. Oder Sie leiden unter einer psychischen Erkrankung in Ihrem Umfeld.
  • Sie fühlen sich in Ihrer persönlichen Situation und ihren Bedürfnissen miss­verstanden oder ignoriert.
  • Sie sind unzufrieden mit den Umständen des Alltags, wissen aber nicht, sie zu steuern.
  • Sie kennen Lösungs­mög­lichkeiten und Hand­lungs­wege, sind aber in der Praxis oft überfordert, sie wirksam einzusetzen.

In einem gemeinsamen Gespräch mit einer pro­fessionellen Krisen­begleitung nehmen wir uns Zeit, Ursachen und Wirkungen zu verstehen, Perspektiven achtsam zu spiegeln und gemeinsam – frei von Schuld­zu­weisungen – tragfähige Regeln für ein gesundes Miteinander und einen zufriedenen Alltag zu entwickeln.

Wie arbeiten wir?

Die Teilnehmen­den diskutieren mit erfahrenen Gesundheits­expert*innen, die sich nach der EX-IN-Genesungs­begleitung qualifiziert haben, über persönliche Erfahrungen, Perspektiven im Hilfesystem und die Voraus­setz­ungen für ein gelingendes Leben.

Damit unsere Gespräche respektvoll, unter­stützend und konstruktiv verlaufen, sind folgende Aspekte von Bedeutung:

  • Freiwillige Teilnahme
  • Respekt und Empathie
  • Aktives Zuhören
  • Gleichberechtigung
  • Vertraulichkeit
  • Offenheit und Ehrlichkeit
  • Keine Urteile / Ratschläge
  • Ein Thema gleichzeitig
  • Selbstreflexion
  • Abschluss und Resümee

Organisatorisches

Möglichkeiten zum Trialog gibt es an jedem ersten ­Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Sozial­psychatrischen Zentrum des alpha e. V.,

Dabringhauser Str. 26,
42929 Wermelskirchen.

Die Teilnahme ist gebührenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle sind herzlich willkommen!

Die Beteiligten vereinbaren Vertraulich­keit. Unsere Mitarbeiter*innen unterliegen der Schweige­pflicht; ausgenommen sind Angaben gegenüber den behandelnden Fachärzt*innen und der Krankenkasse.

Ihr Kontakt:

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